Selbstsabotage – wie wir vom Erfolg selbst abhalten

Wer oder was hindert uns eigentlich daran, unsere Vorhaben erfolgreich zu verwirklichen? Fragt Sara Ruf, Coach & Energetikerin, zu Beginn ihres Vortrags am vergangenen Donnerstag, 9.11.2017
Dahinter steckt eine Instanz oder ein Teil in uns, dem in erster Linie unsere Sicherheit am Herzen liegt. Dieser Teil in uns setzt allem Neuen und Unbekannten vehementen Widerstand entgegen.

Portrait: Sara Ruf

Coach und Seminarleiterin

Bild:Sara Rufwww.sararuf.com
Du bist erfolgreich im Beruf und trotzdem fühlt sich etwas nicht mehr stimmig für dich an? Komm ins Coaching.

Es ist unser innerer Wächter (auch bekannt als innerer Kritiker). Denn der innere Dialog ist überwiegend negativ und will uns davon abhalten, neue Wege zu beschreiten.

So läuft es in der Regel ab:

Du hast bereits einiges unternommen, um dein Projekt oder Aufgabe weiter zu treiben und dann überfällt es dich:

  • das überwältigende Bedürfnis, nur noch zu schlafen
  • der dringende Wunsch, jetzt die liegengebliebene Wäsche zu bügeln
  • oder im Kleiderschrank mal wieder klar Schiff zu machen (ach, die Regale könnte ich auch endlich mal wieder abstauben…)
  • das überwältigendes Bedürfnis, das neue Fachbuch zu lesen oder noch einen weiteren Online-Kurs zu machen
  • der einschläfernde Gedanke: ich habe Zeit, ich kann das Morgen machen,
  • ein plötzlicher Blackout: nur noch Leere im Kopf
  • ein plötzlicher Verlust jeglichen Interesses am ausgewählten Wunschziel (“ich glaub mir ist das doch nicht so wichtig”)
  • die plötzliche Überzeugung, nicht geeignet zu sein (“Wie soll das gehen? Wieso sollte das ausgerechnet mir gelingen? Ich bin glaub nicht gut genug”)

Indizien und Lösungsansätze für Selbstsabotage:

  1. Indiz:Ich bin noch nicht bereit – ich muss mich noch besser vorbereiten.
    Lösung: Kleine Schritte – eins nach dem anderen
  2. Indiz: Was sagen wohl bloß die anderen darüber?
    Lösung: Der Realitätscheck – ist das wirklich wahr?
  3. Indiz: Ich weiß nicht, ob ich das auch wirklich schaffen kann.
    Lösung: Denkmuster erkennen – Gegenbeweise finden
  4. Indiz: Fokus auf Misserfolg, anstatt auf Erfolg
    Lösung: Visualisieren – vom erfolgreichen Selbstbild ausgehen
  5. Indiz: Den Kleinkram überbetonen, das große Ganze aus den Augen verlieren
    Lösung: Die höhere Bedeutung – erinnere dich an dein Warum
  6. Indiz: Überzogene Erwartungshaltung an sich selbst
    Lösung: Selbstmitgefühl zeigen – was würde meine beste Freundin sagen?

Das kannst du tun, damit es noch schlimmer wird (natürlich mit einem Augenzwinkern):

  • Denke schlecht oder geringschätzig von dir selbst - und zwar
    möglichst oft
  • Mach deinen (Selbst-)Wert vom Ergebnis deines Handelns abhängig
  • Verurteile dich für deine Fehler und mache Dir häufig Vorwürfe
  • Vergleiche dich permanent mit anderen (natürlich nur mit denen, bei denen Du schlechter abschneidest - ist ja klar!
  • Verzeihe anderen niemals Fehler und Schwächen - und dir selbst schon gar nicht
  • Verlange schonungslos von dir, immer alles perfekt machen zu müssen
  • Tue nichts, handle nicht, und probiere nie nie nie neue Möglichkeiten aus
  • Uvm.

Die Angst vor dem eigenen Erfolg

Wer Erfolg hat, wird beklatscht und beachtet, steigt in der Regel in Ansehen und Hierarchie auf. Für viele ist das eine wunderbare Vorstellung.
Wirklich?
Mit dem Erfolg wächst auch der Druck: die eigenen Ansprüche an sich selbst sowie die Erwartungen von außen steigen auch. Wie lange wird man dem standhalten und gerecht bleiben können? Wird man noch genug Zeit für die Familie, Freunde oder sich selbst haben, wenn man rund um die Uhr arbeiten muss?

Wege aus der Selbstsabotage:

  1. Selbsterkenntnis: Wer seinen inneren Schweinehund und negativen Einflüsterer kennt, der geht ihm seltener auf den Leim. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt.
    Es kann tatsächlich so einfach sein. Allerdings ist es auch erst der Anfang.
  2. Im zweiten Schritt sollte man sich bewusst machen: Angst gehört zum Leben dazu.
    Sie ist sogar - zusammen mit der Ungewissheit - ein ständiger Begleiter von allen, die sich weiterentwickeln, Neues wagen oder Kreatives ausprobieren. Angst ist aber nur ein Symptom. Oder positiv formuliert: Betrachten Sie diese vielmehr als Indiz, DASS Sie sich bewegen und entwickeln
  3. Und nicht zuletzt: Vergeben Sie sich die eigenen Fehler und Schwächen. Der klassische Teufelskreis: Egal, was man erreicht, es ist nie gut genug. Die Suche nach Perfektion ist eine ewige Jagd, die niemals endet und deshalb oft in vermindertem Selbstvertrauen mündet oder dafür sorgt, dass man sich an Erreichtem nicht mehr freuen kann.

Übung

Immer mal wieder zwischendurch positive Gefühle tanken mit dem One-minute Happiness Booster

Atme 3 Mal tief ein und aus. Lasse anschließend deinen Atem natürlich und frei fließen. Schließe deine Augen und rolle deine Augäpfel nach oben hinten. Jetzt erinnere dich an ein wunderschönes Erlebnis, eine Situation, bei der du dich rundum glücklich gefühlt hast. In der es Dir so richtig gut ging. Wenn Du diese Situation gedanklich hast, dann stell dir bildlich vor, wie du wieder Teil dieser Situation bist (also nicht nur beobachtest von Außen, sondern das nochmal erlebst). Wie sieht die Situation aus? Welche Farben hat es? Wie riecht es? Was hörst Du? Wie fühlt es sich in deinem Körper an? Nun mach das ganze doppelt so intensiv, indem du - wie mit einer Fernbedienung - die Szene näher ran zoomst, die Farben und Gerüche intensiver machst, die schönen Worte nochmal deutlich hörst und du fühlst, wie das Glücksgefühl deinen ganzen Körper flutet. Tauche so richtig ein und genieße. Bleibe so lange in diesem Gefühl, wie du magst.
Und dann komme - ganz langsam und in deinem Tempo - wieder ins Hier und Jetzt zurück. Spüre, wie du auf dem Stuhl sitzt, wie deine Fußsohlen auf dem Boden stehen und deine Handflächen auf Deinen Oberschenkeln liegen. Atme 3 mal tief ein und aus und öffne dann langsam die Augen.

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