Chris Zorniger

ein Herz für individuelle Mode und das Theaterspiel

Christine Zorniger widmet ihr Leben der Kreativität in der Mode. Sie entwirft und fertigt Damenoberbekleidung nach den individuellen Wünschen ihrer Kundinnen. Ihr Atelier ist in und um Schwäbisch Gmünd weithin bekannt, auch weil sie ihrem Handwerk mit Leidenschaft nachgeht. Bei ihren Kreationen steht stets die Kundin im Mittelpunkt.
Zudem führt sie als Gewandmeisterin für Theateraufführungen der Stadt seit langem einen Namen, der Gewicht hat: in der kulturellen Arbeit von Gmünd und weit darüber hinaus.

Eine verantwortungsvolle Kindheit

Bild:Christine ZornigerChristine ist in Gmünd geboren und als Erwachsene ihrer geliebten Heimatstadt wieder treu geworden.Als Älteste von vier Kindern trägt sie schon früh Verantwortung für die Kleineren. Als „große Schwester“ wird sie zu deren besonderer Ansprechpartnerin. Dabei nimmt sie viel Hausarbeit klaglos auf sich, um das Gelingen des Familienlebens zu sichern. Ihr Motto schon in früher Jugend: „Was zu tun ist, ist zu tun!“ Sie verzichtet in der Jugend darauf ein Party-Girl zu sein und motiviert sich lieber durch Black Music und Folk-Songs. Schulsport, vor allem Sprint-Läufe, machen ihr Spaß. Chris trainiert sich einen nutzbringenden Durchhaltewillen an, wie er in so jungen Jahren selten zu finden ist.

Der Hände Arbeit …

In der Schule liebt sie zwar Sprachen, aber ihren Weg sollte Handarbeit prägen. Sie will immer mit ihren Händen arbeiten. Sie möchte Ergebnisse sehen und sie bringt sich in das Handwerkliche vom Herzen her ein. So ist sie in ihrer Jugend auch hilfreich für einen Onkel, für welchen sie in einer alten Konditorei Teig-Produkte herstellt, Springerle genannt, die als Backwerk oder Deko Verwendung finden. Kreativ sein mit den Händen, dabei den praktischen Nutzen im Blick, übt sie von früh auf ein.

Erste Schritte hin zur Mode

Ihr Sinn fürs Praktische und Ästhetische führt sie zunächst zu einer Lehre der Damenschneiderei. Die 2 ½ Jahre legen den Grundstein für ihre Berufslaufbahn. Ihren Traum, Stewardess zu werden, muss sie aufgrund ihrer Körpergröße aufgeben. Sie ist zu klein. Aber ihren Weg beginnt sie pflichtbewusst und nicht ohne Spaßfaktor. Der nächste Schritt führt sie in die Bekleidungsindustrie, wo sie als Musternäherin das Design umsetzt. Sie gerät dabei in einen großen Wandel in dieser Industrie und entscheidet sich nach einem Jahr für die deutsche Meisterschule für Mode – damals ein ganz besonderer Ort für eine Ausbildung in München. Aber es bleibt zunächst schwierig, einen glückhaften Job zu bekommen. In der Branche werden Kollektionen rund 1 ½ Jahre vor dem Verkauf entworfen und je nach Erfolg oder Nichterfolg wird frau schnell zum Sündenbock. Sie hält das rund drei Jahre durch und wählt dann den Absprung zur Damenschneider-Meisterin – zu jener Zeit Voraussetzung, um sich selbständig zu machen. Die Entscheidung ist motiviert durch den Wunsch, wieder näher am Menschen zu arbeiten.

Lebensmotto über 30 Jahre: „Ich will den Menschen das Leben einfacher und entspannter machen“

Den Schritt in die Selbständigkeit wagte sie vor 30 Jahren mit einem Bank-Kredit von 50.000 DM. Das war der Preis, einer zunehmend computerisierten Arbeitswelt zu entkommen. Die „Heiligsprechung“ des Computers wollte sie nicht mitmachen, sondern den „Weg der Hände Arbeit“ weitergehen. Ihre eigene handwerkliche Arbeitsweise hat sie nie bereut. Im Gegenteil. Aber diese erfordert ein sehr diszipliniertes Leben. Urlaub hat sie nur 5 bis 6 Tage pro Jahr bei einer Wochenarbeitszeit fürs Atelier von rund 65 Stunden. Als Meisterin konnte sie auch jahrelang ausbilden und hat eine Mitarbeiterin. „In meinem Atelier wird die Zusammenarbeit von gegenseitigem Respekt getragen!“ Ebenso wichtig ist ihr der Respekt vor den Ressourcen dieser Welt. Das ist für sie zentral beim Umgang mit Stoff und Design. Sie achtet bei der Anfertigung von Kleidung auf Nachhaltigkeit. Wegwerf-Mode gibt es bei ihr nicht. Ihr spezielles Werk besteht darin, rundum für die besondere Lebenssituation ihrer Kundinnen da zu sein. Deshalb arbeitet sie auch für Kranke und Behinderte, ebenso für die praktischen Bedürfnisse von Business-Frauen. Ob klassisch, stylisch oder bezogen auf die Business-Welt, Chris realisiert für alle, die in ihr Atelier kommen, individuelle Lösungen.

Theaterspiel: mit Kostümen und Gewändern Lebendigkeit visualisieren

Über die eigene Schwester lernt sie im August 2010 Stephan Kirchenbauer kennen, Privatsekretär von Ihrer Königlichen Hoheit Diane, Herzogin von Württemberg, Autor von Theaterstücken. Stephan Kirchenbauer hat sich für die Kultur der Stadt Schwäbisch Gmünd schon umfassend verdient gemacht und sucht Schneiderinnen und eine Menge an anderen helfenden Händen und Laienschauspieler für sein größtes Werk, die Staufer-Saga.
Zuvor hatte sich Chris jedoch 2006 schon bei einem Theaterprojekt namens „Tintenherz“ inmitten von Profischauspielern und arbeitslosen Jugendlichen engagiert, wobei Kostüme gebraucht werden, Phantasie-Kostüme. Sie sollen die Produktion glaubwürdig machen. Chris ist bei der Kostümrealisierung sehr gefragt und das Projekt wird erfolgreich.

Staufer-Saga: die spektakulärste Aufführung der Stadt

Gmünd ist die älteste Stauferstadt und das erfordert eine historisch authentische Theateraufführung. Stephan Kirchenbauers Umsetzung umfasst über 1 000 Mitwirkende und wird zur spektakulärsten Aufführung in der Kulturgeschichte der Stadt. Da die historische Entwicklung der Staufer nachvollzogen wird, kann nur ein Kulturschaffender dies bewältigen, der realitätsgenau die Historie nachzuzeichnen in der Lage ist und bei der Auswahl der Mitwirkenden Menschenkenntnis beweist. Für Chris wird es eine Zeit schwieriger und hochgradig komplexer Herausforderungen, Geschichte über die Gewänder echt und faszinierend heraufzubeschwören. Dabei helfen die Manessische Handschrift und zahlreiche Mitstreiterinnen, die der Gewandmeisterin Chris in einem Team anderer Gewandmeisterinnen bei der Anfertigung der historischen Gewänder unermüdlich zur Seite stehen. Das Kunstwerk wird in seiner Größe, Farb- und Lebendigkeit weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

Eine kleine Kirche als Erinnerung an Stephan Kirchenbauer

Im Februar 2012 erzählt Stephan Kirchenbauer von der Vision einer Kapelle in Herdtlinsweiler vor den Toren der Stadt. Dafür sammelte er bereits Kunstgegenstände. Nach seinem frühen Tod im Dezember 2012 kommt die Entscheidung auf, ihm diesen letzten Lebenswunsch zu erfüllen. In Herdtlinsweiler wird die Christi-Himmelfahrt-Kapelle gebaut – mit Hilfe von Spenden und freiwilligen Handwerksleistungen. Von der Vereinsgründung zum Kapellenbau an arbeitet Christine Zorniger im Vorstand mit, um ihren Beitrag zu leisten – in Erinnerung an einen ganz außergewöhnlichen Menschen. Im Mai 2016 wird die Kapelle eingeweiht. Schwäbisch-Gmünd – eine in Kultur, Erinnerung und Gemeinschaftssinn vereinte Stadt!

Lebenshaltung von Chris Zorniger: „Ich glaube an die Macht des guten Miteinanders und den verdienten Respekt vor jeder Art von Arbeit, wenn sie von Menschen geleistet wird.“
http://www.chris-zorniger.de

geschrieben von Evelyn Thriene

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