Sonja Westphal

Glück durch historische Kulturarbeit

Sonja Westphal lebt das Kulturleben der Stadt Schwäbisch Gmünd intensiv mit. Sie ist unverzichtbar. Die geborene Gmünderin ist von Anfang an im Vorstand des Staufersaga-Vereins, sie ist als 1. Vorsitzende für den Bau der Christi-Himmelfahrt-Kapelle mit verantwortlich und sie ist im Vorstand des Liederkranzes Weiler in den Bergen – ein umfassendes kulturelles Engagement in Stadt und Umgebung. Ihr Berufsmittelpunkt ist die Freie Waldorfschule in Schwäbisch Gmünd. Sie ist deren organisatorisches Zentrum. Das Talent als Organisatorin hat sie von ihrer Mutter geerbt.

Eine Kindheit auf dem Lande

Bild:Sonja WestphalSonja Westphal verbringt die ersten Lebensjahre auf einem Bauernhof in der Nähe von Schwäbisch Gmünd, danach wohnt sie mit ihren Eltern und drei Geschwistern im nahen Ort Lorch. Da der Vater beruflich sehr viel unterwegs ist, ist der prägende Elternteil die Mutter, die arbeitsam und unermüdlich ist und ihre Kinder überwiegend alleine großzieht. Die große Fähigkeit, alles funktionierend zu organisieren und zu gestalten, geht im Laufe der Jahre auf die Tochter Sonja über.

Die jungen Jahre

Nach der sog. Volksschule in Lorch besucht Sonja die Höhere Handelsschule in Gmünd. Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer machen ihr am meisten Spaß. Aber ihre große Leidenschaft gehört dem Sport, der Leichtathletik, dem Geräteturnen und dem Handball. Sie wird dem Handball ein halbes Leben widmen, über 30 Jahre lang spielt sie selbst und ist als Trainerin von Jugendmannschaften tätig. Auch das Skifahren macht ihr bis heute neben dem Fahrradfahren großen Spaß. Beweglichkeit und Ausdauer erforderte auch ihr zweites Hobby, das Theaterspielen.

Wege ins Berufsleben

Die Höhere Handelsschule dient gleichzeitig der Berufsvorbereitung und so kann Sonja nach der Mittleren Reife in einer Export-Abteilung eines Friseureinrichtungshauses einsteigen. Nach drei Jahren wechselt sie in den Stuttgarter Ernst-Klett-Verlag, in welchem sie in den 70er Jahren acht Jahre lang bis zur Geburt ihres ersten Kindes tätig ist. Dabei werden ihre Aufgaben immer herausfordernder: Das Spektrum geht von Sekretariatstätigkeiten bis hin zum anspruchsvollen Lektorat. Das freie Lektorat behält sie auch als Mutter bei, zehn weitere Jahre bleibt sie dem Klett-Verlag treu. Schließlich arbeitet sie von zu Hause aus zusätzlich als freie journalistische Mitarbeiterin für die Rems-Zeitung.

Familienleben. Die Familie ist ihr sehr wichtig

Sonja ist seit 42 Jahren glücklich verheiratet mit Wolfgang Westphal und hat 2 Kinder, Ines und Robin. „Mein Ehemann ist der Ruhepol in meinem Leben“, hält Sonja fest. „Und er lässt mir alle Freiheiten und Möglichkeiten, meinen Interessen nachzugehen, wofür ich ihm sehr dankbar bin.“

Im zweiten Beruf: Arbeiten mit Herzblut

Nach der Kinderphase steigt Sonja wieder ins feste Arbeitsleben ein. Seit 26 Jahren ist sie nun in der Freien Waldorfschule in Schwäbisch Gmünd Schulsekretärin und damit der organisatorische Dreh- und Angelpunkt. Der Anthroposophie nähert sie sich erst nach und nach an, betrachtet sich aber bis heute als „weltlichen Teil der Schule“, in der sie Kinder und Jugendliche von 1 bis über 20 Jahren aufwachsen sieht. Das Organisieren ist ihr zur zweiten Natur geworden. Sie ist inmitten einer außergewöhnlichen Schulgemeinschaft tätig, wie sie in anderen Schulen so nicht vorhanden ist. Ende 2016 wird Sonja in Rente gehen – und sich verstärkt ihren Ehrenämtern widmen können. Ein ruhiges Leben, das kann sie sich nicht vorstellen.

Elf Jahre produktive kulturelle Zusammenarbeit

Im Jahr 2001 kommt sie mit dem Autor, Theater-Regisseur und Dramaturgen Stephan Kirchenbauer in Kontakt, der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit. Der regional sehr bekannten Mundartautorin Lisa Elsers Historienspiel „Auf’s Klosterdach da rota Hahn“ leitet die gemeinsame Wegstrecke ein: Stephan Kirchenbauer inszeniert das Stück als Freilichttheater in Lorch. Sonja beginnt hierbei als Inspizientin. Es folgen Inszenierungen von acht Musiktheaterstücken zwischen 2002 und 2010, bei denen Sonja mit verschiedensten Aufgaben als rechte Hand von Stephan wirkt, Theaterstücke, die große Erfolge feiern und bei denen Stephan Autor und Regisseur ist. So unter anderem das Opern-Pasticcio in italienischer Sprache, die Singspiele "Ich habe ihn gekannt... – Rendezvous mit Zeitgenossen Mozarts“ und „Nannerl Mozart – Im Schatten des Bruders" sowie der "Gmünder Ring" – die Sage um die Entstehung der Stadt Schwäbisch Gmünd mit dem Staufer-Projektchor und der Baden-Badener Philharmonie. Abrundend die „Opera“ bei den Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag von I.K.H. Diane Herzogin von Württemberg.

Die Staufersaga als Höhepunkt des kulturellen Schaffens

Im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum 2012 entstand durch Stephan Kirchenbauer die „Staufersaga“ – Momente einer europäischen Dynastie. Das Schauspiel wurde mit rund 1.300 Mitwirkenden aufgeführt. Mit Stephan, dem Spiritus rector, bekam Schwäbisch Gmünd so ein außergewöhnliches Geburtstagsjubiläum zum 850-jährigen Bestehen geschenkt. Sonja: „Die Zusammenarbeit machte süchtig. Wer involviert war, wollte immer mehr davon!“

Im Zusammenspiel mit Ihrer Königlichen Hoheit Diane Herzogin von Württemberg

Stephan Kirchenbauer ist Sekretär und Kurator der Herzogin von Württemberg – eine andere spannende Zusammenarbeit. Besonders fordernd: die Ausstellungen der Künstlerin DxDiane mit ihren plastischen Werken, Gemälden und ihrem Kunsthandwerk. Sonja ist aktiv beim Aufbau und erstellt Flyer und Ausstellungskataloge. Zwischen 2005 und 2011 ist sie bei 17 Ausstellungen tätig, so etwa in Berlin, Stuttgart, Karlsruhe, Paris, Wien und St. Petersburg. Bei der Erstellung eines Gesamtverzeichnisses mit den Werken der Herzogin ist sie maßgeblich beteiligt.

Zu Ehren von Stephan Kirchenbauer: Bau einer Kapelle in Herdtlinsweiler

Visionär und Theater-Begabter, das ist Stephan Kirchenbauer bis zu seinem frühen Tod 2012. Mit der Christi-Himmelfahrt-Kapelle wird sein letzter Herzenswunsch erfüllt. Sonja ist von Anfang an 1. Vorsitzende des extra hierfür gegründeten Vereins – von der Planung bis zur Segnung steht sie in der ersten Reihe. Stephan hatte sich so sehr um Stadt und Region verdient gemacht, wohin er seinem Lebenspartner Richard Arnold gefolgt war, dass die Mitarbeit sehr vieler Menschen, darunter auch Flüchtlinge, bei der Erstellung des Kirchleins zur Ehrensache wurde. Spenden und handwerkliche Sponsoren und Eigenleistungen allein machen den Bau möglich, der zu Ehren des so aktiven und außergewöhnlichen Bürgers Stephan die Zeiten überdauern wird.

Sonjas Lebenshaltung in einer Spruchweisheit:
„Sei immer du selbst. Außer du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn.“

geschrieben von Evelyn Thriene

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