Resilienz - Sieben Faktoren zur Stärkung der eigenen Kompetenzen

Resilienz, ein Wort, das erst in den letzten Jahren immer öfter zu hören ist. Was Resilienz genau bedeutet und wie wir unsere Resilienz stärken können, das vermittelte Karina Gütges in ihrem Impulsvortrag am 19. Juni 2015 in Konstanz. Dabei verband sie den theoretischen Teil mit einfachen Ãœbungssequenzen zu einem lebhaften und informativen Abend.

INFO: Karina Gütges

Die Mutmachende

Bild:Karina Gütges, KonstanzManche Lebensherausforderungen treiben uns in die Enge. Wir fühlen und spüren nicht mehr, was uns gut tut. Oder wir hätten eine Idee, fühlen uns aber so erstarrt, dass es alleine schwerfällt den Mut zu finden, um erste Schritte zu gehen. Wer Interesse hat sich in solchen Lebenssituationen oder auch zur Stärkung der eigenen Resilienzfaktoren unterstützen zu lassen, kann sich jederzeit gerne an mich wenden.
Meine Praxis für Psychotherapie und Coaching ist in der Hofhalde 9 in Konstanz direkt neben den Freiräumen, in denen die BWB-Treffen stattfinden. www.die-mutmachende.de

Resilienz – Definition und Erläuterung
Resilienz ist ein Fachbegriff der ursprünglich in der Physik verwendet wurde. Es geht dabei um: „Die elastischen Fähigkeiten eines Körpers, nach Verformungen durch äußere Kräfte, seine ursprüngliche Gestalt wiederherzustellen“
Die Psychologie hat den Begriff auf das menschliche Verhalten übertragen. Resiliente Menschen können mit den Widrigkeiten des Lebens gut umgehen. Sie erholen sich schnell von extremen Stresssituationen und gehen teilweise sogar gestärkt daraus hervor. Wer kennt sie nicht, diese Menschen, die gerne auch als “Stehaufmännchen“ bezeichnet werden.
Resilienz ist in der Entwicklungspsychologie von Kindern seit vielen Jahren ein feststehender Begriff. Es wurde viel geforscht, unter welchen Bedingungen Kinder eine gute Resilienz ausbilden. Mittlerweile weiß man, dass Resilienz nicht angeboren, sondern erlernbar ist. Sie wird zwar in der Kindheit entwickelt, kann aber auch in den meisten Fällen später noch erlernt bzw. ausgebaut werden.
Wichtig für die Entwicklung von Resilienz in der Kindheit ist eine enge emotionale Bindung zu mindestens einer Bezugsperson in der Familie, die Sicherheit und Zuverlässigkeit vermittelt. Des weiteren gehört dazu Akzeptanz und Respekt zu erfahren, um ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln, Vorbilder, die zeigen, wie man mit Problemen und Konflikten gut umgehen kann sowie Unterstützung im Umfeld zu erhalten, bei dem, was man tut.

Die 7 Resilienzfaktoren:
Um als Erwachsener seine Resilienzfähigkeit zu verbessern, ist es wichtig sich mit den 7 Resilienzfaktoren auseinanderzusetzen.
Diese sind:

  • Akzeptanz
  • Optimismus
  • Selbstwirksamkeit
  • Verantwortung
  • Netzwerkorientierung
  • Lösungsorientierung
  • Zukunftsorientierung



Akzeptanz
Wie lerne ich, die Dinge zu akzeptieren, die vorbei sind. Es bringt mich nicht weiter in edankenschleifen festzustecken: „Was wäre gewesen, wenn...“. Das führt oftmals nur dazu, dass ich mich oder andere verurteile für das was geschehen ist und damit meine Aufmerksamkeit an die Vergangenheit binde. Besser ist es Krisen als Chance wahrzunehmen und nach vorne zu schauen, wie ich mein Leben zukünftig gestalten möchte. Jeder erste Schritt für weitere Planungen ist, zu akzeptieren was ist.

Optimismus:
Gerade in schwierigen Situationen ist es unterstützend positiv zu denken und optimistisch zu bleiben. Wenn ich in alten Emotionen feststecke oder meine, gar nichts mehr zu fühlen, ist es wichtig, sich mit den Grundgefühlen (Angst, Trauer, Wut und Freude) auseinanderzusetzen, um diese wieder wahrzunehmen und selber steuern zu können.

Selbstwirksamkeit:
Glaube ich an mich und meine Fähigkeiten und Kompetenzen? Gerade in Stresssituationen kann es passieren, dass wir in ein Gefühl abrutschen, selber nichts bewirken zu können. Wichtig ist es, sich seine eigenen Kompetenzen bewusst zu machen. Hilfreich ist es diesbezüglich seine inneren Antreiber zu kennen, um sie dort zu nutzen, wo sie uns unterstützen oder um sie zu relativieren, wo sie uns einschränken und runter ziehen. Ziel ist es, das Vertrauen in seine eigene Wirkungsfähigkeit zu stärken.

Verantwortung:
Die Verantwortung für das eigene Leben und was geschieht zu übernehmen ist eine gute Voraussetzung, um das Gefühl zu unterbinden, dem Leben ausgeliefert zu sein. Verantwortung überwindet Blockaden und unterstützt mich, mein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Dazu gehört auch, dass ich die Verantwortung übernehme, wenn ich nichts tue. Und Verantwortung beginnt mit Selbstfürsorge. Mich und meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und gut für mein Wohlergehen zu sorgen, ist der erste große Schritt. (Hier schrecken viele zurück, da Selbstfürsorge fälschlicherweise oftmals in der Kindheit als zu verurteilender Egoismus vermittelt wurde.)

Netzwerkorientierung:
Gute soziale Kontakte sind für uns lebenswichtig. Wir sind soziale Wesen und auf Kontakt und Austausch ausgerichtet. Ein gutes Geben und Nehmen zu lernen, sich seine privaten und beruflichen Kontakte aufzubauen und zu pflegen, von- und miteinander zu lernen und Fremd- und Eigenbild abgleichen zu können, unterstützen uns, gut im Leben zu stehen.

Lösungsorientierung:
Lösungsorientierung verhilft zu mehr Klarheit und Stärke. Wenn wir den Fokus darauf richten, was uns gut tut und was uns weiterbringt, finden wir eher eine Lösung, als wenn wir uns nur auf das Problem konzentrieren. Dazu gibt es viele Methoden, um herauszufinden, was ich brauche, um eine Herausforderung sogar gewinnbringend zu meistern.

Zukunftsorientierung:
Mit Zukunftsorientierung legen wir die Richtung unseres Lebens fest. In dem wir Ziele aktiv und klar formulieren, erkennen wir Möglichkeiten diese umzusetzen. Dadurch kann man die Erfahrung machen, dass persönliche Veränderung jederzeit realisierbar ist. Lohnend ist es, sich auf die Suche nach den Kindheitsträumen zu begeben. Darin steckt ein großes Potential, um die eigene Lebensvision zu finden.

Und noch ein 8. Resilienzfaktor:
Die Zusammenfassung der Resilienzfaktoren spiegelt nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Aspekte wider. Einige Resilienzforscher nehmen als 8. Resilienzfaktor noch den Bereich Spiritualität/Glaube mit hinzu. Ich schließe mich dieser Meinung an, denn für Menschen, die sich dadurch unterstützt fühlen, ist dies eine große Ressource. Wer sich von diesem Punkt nicht angesprochen fühlt, sollte ihn für sich einfach ausklammern.

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