Juliane Latif

Ich bin stolz, eine Frau zu sein

Juliane Latif ist auf dem Weg Einzelhandelskauffrau zu werden. Nach einer bewegten Zeit in Kindheit und Jugend hat sie ihren Traumberuf gefunden. Sie hat große Pläne und bereits in jungen Jahren Willensstärke demonstriert.

Bild:Julia LatifSie möchte Filialleiterin in einem Geschäft für ihre beliebteste Marke Tom Tailor sein und sich auf den Weg in die Selbständigkeit machen. Ihre früh gereifte Persönlichkeit ebnet ihr dabei den Weg mit Herzlichkeit, Menschenliebe und ansteckender Fröhlichkeit. Juliane bewegt sich unter den Menschen wie eine erblühte Blume. Und sie beginnt mit Studien zur Klimaforschung. Diese möchte sie zum Wohle der Menschheit einbringen.

Lebensbeginn in ländlicher Region: Eine fordernde Kindheit und Jugend

Juliane ist Mitte 20 und bereits eine Persönlichkeit mit ausgereifter Lebensphilosophie. Dies verdankt sie ihrer Stärke, alles, was ihr an Schlimmen begegnet ist, für sich zu verarbeiten und zu integrieren. Niemand würde dieser jungen Erwachsenen ein Leben mit Schicksal zutrauen. Leichtigkeit und ein strahlendes Wesen lassen eher unbeschwerte Jugendjahre vermuten, doch das Gegenteil war der Fall. In ländlicher Idylle im Hinterland des Bodensees unterhält die Mutter eine Töpferei, der Vater ist Altenpfleger. Aber die Eltern lassen es an Liebe für die vier Kinder mangeln. Das Kind Juliane muss Hausarbeiten übernehmen und trägt von früh an Pflichten. Schon zeitig beginnt sie in der Töpferei mitzuarbeiten und unterstützt so die Mutter. Beide Eltern sind viel abwesend und das Funktionieren der Familie ruht auf den Schultern aller Kinder (zwei Schwestern, zwei Halbbrüder). Juliane bewältigt die Grundschule nicht sehr gut.

Emotionale Wunden: Eine frühe Zäsur und Gewalterfahrung

Der Vater hat harsche Wesenszüge und begegnet der Eigenständigkeit und Freiheitsliebe der Kinder mit Aggression und Launenhaftigkeit. Die Mutter unterstützt ihre Kinder nicht und lässt alles geschehen. Schlimmer als die physische Gewalt ist für Juliane die emotionale Bodenlosigkeit. Als Jugendliche hat sie eine innige Mädchenfreundschaft zu einer Albanerin ihres Alters. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Doch es kommt zu einer Erschütterung. Juliane verliert ihre liebste Freundin an die Tradition einer anderen Kultur. Nach diesem Schlüsselerlebnis beginnt ihr Pfad in die Eigenständigkeit: Sie reist als Jugendliche allein mit Bus und Bahn in der Region umher, um sich alles anzuschauen und die wenige Freizeit für sich zu genießen. Begegnungen mit Menschen erlebt sie als erfreulich, sie geht aber keine festen Bindungen ein. Ihre Lehre aus ihrer Jugendzeit: "Ich würde mich stets für die Kinder entscheiden, was auch immer mein Mann im Leben darstellt!"

Flügge werden: Einen Neustart beginnen

Die hohen Erwartungen der Eltern an Aufstieg und Karriere scheint sie ganz und gar nicht
erfüllen zu wollen. Aber von jungen Jahren an beginnt ihr selbstverantwortetes Leben. Mit dem Berufsvorbereitungsjahr werden die schulischen Ergebnisse sehr gut. Sie hat Festigkeit und Selbstbehauptung in sich gefunden und noch heute ist ihr das Grenzen-Setzen wichtig.
Juliane geht den Weg der Reife und verzeiht den Eltern, lebt aber in emotionaler Distanz zu ihnen. Als junge Frau lernt sie den Pakistaner Yasir kennen. Diese Begegnung erlebt sie als Lebenswende: Sie erfährt Respekt und ein aufgewecktes und ein wenig scheues männliches Wesen nah an ihrer Seite. Sie geht jedoch trotz der neuen Wärme in ihrem Leben mit Vorsicht in die Beziehung. Die kulturellen Unterschiede will sie erst ausloten.

Feindliche Umgebungen: Romeo und Julia erkämpfen sich den Weg ins Glück

Ihre positive Lebenseinstellung, Freundlichkeit und Offenheit der Welt gegenüber hat sich Juliane trotz ihrer Erfahrungen bewahrt und so gelingt in beglückender Weise die Beziehung zu Yasir. Elternhaus und alle wichtigen Personen begegnen dem jungen Paar jedoch mit Vorurteilen und Feindseligkeit. Für beide entsteht eine hochbelastete Situation. Zudem hat Yasir noch keinen geregelten Aufenthaltsstatus. Er ist aus Pakistan geflohen auf der Suche nach einem Leben mit Perspektive. Als er zu Verwandten ins Saarland flüchten muss, um Schutz und Rat zu suchen, beginnt das Drama seinen Lauf zu nehmen. Juliane wähnt sich vor dem Ende der Beziehung und nimmt ihren ganzen Mut zusammen. Sie reist ihm als Rucksacktouristin ins Ungewisse nach. Sie finden sich wieder. Doch die pakistanische Herkunftstfamilie erweist sich als noch feindseliger als der deutsche familiäre Hintergrund: Juliane entspricht nicht den traditionellen Vorstellungen von einer "richtigen Frau". Sie wird schlecht behandelt und bedroht mit den Worten "Hexen muss man verbrennen!" Das Paar kehrt nach mehr als einem Jahr Arbeit und Abwägen in fremder Umgebung zurück an den Bodensee. Juliane durchlebt einen psychischen Zusammenbruch. Die beiden beginnen allein den Kampf um ihr Existenzrecht in ihrer Wahlheimat Konstanz. Erst nach sieben Jahren Ringen sind Aufenthaltsrecht des Mannes und ihre Gemeinsamkeit gesichert. Die jungen Leute müssen den Rechtsweg einschlagen und einen Prozess durchstehen. Ausgang und Glück des erlangten Zusammenseins sind Anlass zum fröhlichen Feiern.

Neue Perspektiven: Der Sieg der Liebe beflügelt den Lebensweg

Aus der gemeinsamen Überwindung aller Bedrohungen erwächst dem jungen Paar eine Stärke, die den Weg in Leichtigkeit und einen starken Willen ermöglicht. Juliane macht ihre Ausbildung mit Bravour. Sie begeistert die Kundschaft und schafft eine lebensfrohe Atmosphäre an ihrem Ausbildungsplatz. Sie hat aber auch ein Händchen fürs Geschäft. Der Weg für ihr berufliches Aufstiegsziel ist offen. Das Ehepaar lebt jetzt in einem vielfältigen Kreis von unterschiedlichsten Kulturen. Juliane geht ihrem Anliegen nach, jungen Frauen auf ihrem Weg Impulse zu geben, um sich von einengenden Vorstellungen zu befreien und ihre Resilienz zu stärken. Die Motivation anderen zu Eigenständigkeit und Mut zu verhelfen ist ein Geschenk, das sie sich selbst gemacht hat und dank der Kraft ihrer Liebe ausleben kann.

Geben und Nehmen: Natur und Mensch in Einklang überführen

Als Kind liebt Juliane ihre vielen Tiere und die Wildheit der Natur auf dem Lande. Das Wetter mit seinen Überraschungen und ganz eigenen Gesetzen fasziniert sie besonders, vor allem wechselnde Wolkenformationen und die Folge der Jahreszeiten. Heute ist ihr Traum, teilzunehmen an den globalen Bemühungen das Klima und damit die Erde zu retten. "Wir müssen der Natur etwas zurückgeben!" ist ihr persönliches Lebensmotto. Ihre beschützenden Impulse möchte sie in die Klimaforschung richten und einmal da sein für das Wohl von Mensch und Natur. Das Wunder der Schöpfung, so ihr größtes Anliegen, gilt es zu erhalten. Und sie weiß heute schon: Sie wird ihren Weg finden, der Menschheit zu dienen!

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