Sarah Müssig

Ein Leben für die Kultur in unserer Region

Sarah Müssig ist Kulturmanagerin aus Leidenschaft. Sie lebt für die Kultur.
Die junge Akademikerin fördert das freie Kultur- und Geistesleben im Auftrag der Stadt Konstanz und stellt es einem breiten Publikum weit über die Grenzen der Stadt zur Verfügung.

Bild:Sarah MüssigMit viel Talent und wenigen Mitteln erwirkt die Leiterin des „Kulturbüros“ ein lebendiges wie abwechslungsreiches Kulturleben, das den Menschen in der ganzen Region zu Gute kommt. Ein Highlight löst das andere ab. Unter ihrer Führung arbeiten mehrheitlich Frauen. Und besonders Frauen nehmen das breitgefächerte Kulturangebot an.

Schon früh entdeckt Sarah Müssig ihre Lust am Schreiben. Dies ist das Metier, das sie zuerst richtig packt. Neben Schule und Studium wird das Schreiben zur zweiten Existenz, aus einem Hobby Ernst des Lebens. Ein journalistisches Engagement geht ihren heutigen Aufgaben voraus und bietet das Rüstzeug für die hohen Anforderungen der Kommunikation, die ihr Beruf an sie stellt. Aus ihrem Studium der Soziologie, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft und Geschichte schöpft sie bis heute.

Kultur als Berufung

Sarah Müssig erfährt, dass sie einen Genius nicht nur fürs Schreiben hat, sondern auch fürs Organisieren. Nach und nach rückt das Managen von Kultur in den Fokus ihres Interesses. Als Leiterin des Kulturbüros Konstanz hat sie ihre Interessen zum Beruf gemacht. Es ist ihr Traumjob. Ihre lebendige Persönlichkeit ist hier an der richtigen Stelle und kann sich voll entfalten. Wissen, Einfühlungsvermögen und Unterscheidungskraft sind bei Auswahl und Präsentation von Kultur gefragt, aber auch die hohe Kunst mit Menschen umgehen zu können. Ihre Fähigkeiten fließen in das parallele Führen von vielen Kontakte ein. Förderung von Menschen und deren Präsentation in der Öffentlichkeit ist ein lohnendes, aber sehr arbeitsintensives Aufgabenfeld.

Frausein im Kulturbetrieb

Sie ist heute die einzige Frau des amtlichen Kulturwesens der Stadt in Spitzenposition. Das „Kulturbüro“ ist Stabsstelle für den Kulturbürgermeister, jedoch nicht eigenständiges Amt. Dementsprechend mager sind für sie personelle Ausstattung und finanzielles Budget. Viel engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen in Teilzeitverhältnissen ermöglicht ein schier unglaubliches Leistungspensum. Seit 2009 ist Sarah Müssig beim Kulturbüro, seit 1. Januar 2012 hat sie die Leitung nach anfänglich kommissarischer Führung ganz übernommen. Bereits ihre Vorgängerin Angelika Braumann, jetzt in der Position der Stellvertretenden Leiterin, leistete Kernerarbeit in Sachen Kultur. Seit der Gründung des Kulturbüros vor fünf Jahren haben sich die Beziehungen zu den freien Kulturschaffenden vervielfacht. Allein im Jahre 2011 gab es 38 Projektförderungen und mehr als 200 Veranstaltungen pro Jahr sind es allein im geräumigen Wolkensteinsaal des Konstanzer Kulturzentrums. Ohne die typisch weibliche Leistungsbereitschaft um der Sache willen, den Verzicht auf hohen Status und einen ausgeprägten Dienstleistungscharakter wäre dies alles nicht zu verwirklichen.

Kultur braucht Organisation

Neben der Freude am umfangreichen Beziehungsgeflecht aus Menschen und Möglichkeiten, der Chance aus ihren Hobbies Kunst, Literatur, Musik eine abwechslungsreiche und schöne Arbeit zu erschaffen, gelten für die Kulturbüroleiterin auch die hard facts der Verwaltung. Und die sind umfangreich. Das Kulturzentrum muss komplett verwaltet, Orchesterausschuss und Kulturausschuss der Stadt organisiert und vorstrukturiert werden. Dabei setzt das Kulturbüro auch immer zusätzlich Akzente zur Bereicherung des städtischen Lebens. Im Gewölbekeller finden Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst statt und so manches Kleinod kultureller und interkultureller Begegnung. Lohn der Arbeit sind ausgebuchte Räumlichkeiten und die Nachfrage bleibt hoch: Viele interessierte Kulturschaffende müssen sich in die Warteliste einreihen. Konstanz ist zwar keine Großstadt, aber das Kulturleben ist alles andere als provinziell. Dies ist unter anderem Sarah Müssigs Verdienst.

Geist des kulturellen Miteinanders

Die richtige Frau am richtigen Platz heißt auch: Einem kulturellen Mainstream muss nicht hinterher gelaufen werden. Dies zeigt sich aktuell an der Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz und der HTWG, wenn die Fotografin Katharina Bosse präsentiert wird. Ausstellung und Vortragsreihe bieten eine Plattform für eine bedeutende wie ungewöhnliche weibliche Fotografie. Vernissage ist am 20. April 2012 im Gewölbekeller des Kulturzentrums. Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch die Zusammenarbeit mit der chinesischen Stadt Suzhou: Das Thema lautet „Stadt am Wasser“. Das künstlerische Schaffen von Menschen mit Behinderung wird gezeigt. Die Vernissage ist in der Rathaus-Galerie der Stadt Konstanz am 4. Mai 2012. Wie auch bei den gegenwärtigen Impressionen von Architektur und Natur aus Japan in Fotografie und Ton unter dem Titel „Geometrie der Leere“ von Friedrich Ludmann (zu sehen und zu erleben im Gewölbekeller bis zur Ausstellung mit Katharina Bosse), geht es immer um Begegnung und Horizonterweiterung. Der Geist der Kultur schafft Verbindung und Verbindlichkeit.

„Heimat“ ― ein grenzüberschreitendes Kulturfest für alle

Heimat ist für viele Menschen ganz selbstverständlich. Beim Frühlings-Kulturfest wird dieses Selbstverständnis zum Thema. Zusammenhalt und Rückhalt bei hektischen und anspruchsvollen Alltagsereignissen ist Heimat. Einmal in die Fremde ausgeschwärmt, finden wir in Erinnerung ans heimatliche Dasein überall Heimat wieder. Und sei es als schönes Bild und Gefühl eines Lebenszusammenhangs, der uns hier vor Ort ganz natürlich erscheint. Heimat ist ein Kulturgut, das sich nicht leicht in andere Sprachen übersetzen lässt, wie Gemütlichkeit – für Deutschsprachige ein seelenverwandter Zustand.

Als Gegenpol zur Globalisierung ist Heimat eine nähere Betrachtung wert, vor allem für eine Institution wie das Kulturbüro, das mit rund 50 Vereinen zusammenarbeitet – Heimat als Ort für Zugehörigkeit, Gemeinschaftsgefühl, Landschaftsverbundenheit. Sich „heimisch“ zu fühlen muss nicht am Geburtsort sein, auch Zugewanderte können das Gefühl dort erleben, wo sie „zu Hause“ sein wollen. Heimat ist also nicht einfach Schicksal, sondern auch Wunschort.


Weitere Infos unter:
Kulturbüro Konstanz,
Wessenbergstraße 39,
78462 Konstanz, gegenüber dem Münster.
Kontakt: Tel. 0049-(0)7531-900-904

geschrieben von Evelyn Thriene

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